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Reparatur von COLOURLOCK

(9 products)
Die Reparatur von COLOURLOCK deckt den Weg vom Schaden zurück zur geschlossenen Fläche ab: Rückfetter und Weichmacher für sprödes Leder, lösemittelfreie Kleber für Risse und Hinterklebungen, schleifbare Füllstoffe und eine wärmehärtende Spachtelmasse für Löcher und Fehlstellen. Entwickelt seit 1995 im Lederzentrum, heute unter dem Dach von Koch-Chemie. Jeder Schritt bereitet den nächsten vor, damit Farbe und Versiegelung dauerhaft halten.

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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) Solvent-Free Adhesive for Leather Repairs

    Solvent-free flexible and strong leather glue

    In stock (3 units)
    CHF 13.34 CHF 14.39
    Inhalt: 20mlUnit price (CHF 667.00 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Licker Oil" leather fatliquor for leather prep before professional repair

    Re-greaser for optimal repair preparation on dry leather

    In stock (5× 1000 ml / 1 liter · 2× 250ml)
    From CHF 23.90 CHF 24.95
    Inhalt: 250mlUnit price (CHF 95.60 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Old Leather Softener" softener for hardened old leather

    Deep conditioner for old leather to restore suppleness

    In stock (6× 1000 ml / 1 liter · 1× 250ml)
    From CHF 17.17 CHF 18.23
    Inhalt: 250mlUnit price (CHF 68.68 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Scratch Away" special product for removing light surface scratches in leather

    Scratch remover with rapid optical correction for smooth leather

    Low stock (1× 1000 ml / 1 liter · 3× 100ml)
    From CHF 31.58 CHF 33.60
    Inhalt: 100mlUnit price (CHF 315.80 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Rep Glue" special adhesive for fixing small damage

    Special adhesive for flexible leather repairs

    In stock (2 units)
    CHF 21.97 CHF 23.03
    Inhalt: 20mlUnit price (CHF 1,098.50 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Binder" (Neutral) — neutral filler for brittle, cracked leather

    Neutral Leather Primer for preparation during repairs

    In stock (6× Neutral / 1000 ml / 1 liter · 3× Neutral / 250ml)
    From CHF 19.10 CHF 20.15
    Inhalt: 250mlUnit price (CHF 76.40 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Filler" (Black) Sandable Leather Filler for Flexible Repair of Surface Cracks and Holes

    Sandable Black Leather Filler for Repairs

    Low stock (3× 1000ml / 1 Litre / Black / Black · 3× 20 ml / Black / Black)
    From CHF 42.14 CHF 45.12
    Inhalt: 20mlUnit price (CHF 2,107.00 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Filler" (White) Air-Drying Filler for Elastic Covering of Surface Cracks and Holes

    White leather filler for smooth repairs

    Low stock (4× 20 ml / White)
    Pre-order (1000ml / 1 liter / White)
    From CHF 42.14 CHF 45.12
    Inhalt: 20mlUnit price (CHF 2,107.00 / l)
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  • Koch-Chemie × COLOURLOCK

    COLOURLOCK "Leather & Plastic Paste" Heat-Curing Filler Paste for Fast Repairs

    Heat-Curing Filler for Leather and Plastic

    In stock (3× 20 ml)
    Pre-order (1000ml / 1 liter)
    From CHF 96.86 CHF 103.68
    Inhalt: 20mlUnit price (CHF 4,843.00 / l)
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  • Risse füllen statt neu beziehen mit der Lederreparatur von COLOURLOCK

    Was ist die Lederreparatur von COLOURLOCK? Die Reparaturlinie des Lederspezialisten aus dem Lederzentrum: Kleber für Risse und Hinterklebungen, schleifbare Füllstoffe für Löcher und Fehlstellen, Rückfetter und Weichmacher für sprödes Leder. Jeder Schritt bereitet den nächsten vor, damit Farbe und Versiegelung am Ende halten.


    Lederreparatur von COLOURLOCK ist die Reparaturlinie des Lederspezialisten, der seit 1995 als Lederzentrum Sattler und Aufbereiter beliefert und seit Ende 2023 zu Koch-Chemie gehört. Die Produkte sind keine Einzellösungen, sondern Stationen eines festen Ablaufs: entfetten, kleben, füllen, schleifen, färben, versiegeln. Rückfetter und Weichmacher machen sprödes Leder vorher wieder biegsam, Füllstoffe schließen Risse und Fehlstellen, Kleber trägt die Fläche von hinten.

    • Die Reparatur bleibt beweglich wie das Leder. Die Füllstoffe basieren auf Polyurethan-Dispersionen: Polymerketten schwimmen im Wasser, beim Trocknen rücken sie zusammen und verhaken sich mit den offenen Kollagenfasern des Leders. Merkst du daran: Die gefüllte Stelle geht beim Einsteigen mit, statt an der ersten Kante wieder aufzureißen.
    • Jede Schicht trocknet einzeln. Weil der Wasseranteil verdunstet, schrumpft jede Füllung beim Trocknen. Eine dick eingedrückte Portion bildet nur oben eine Haut, bleibt innen weich, fällt ein und reißt. Deshalb arbeitet das System in hauchdünnen Lagen mit Zwischentrocknung — mehr Durchgänge, dafür eine Reparatur, die plan bleibt.
    • Vorbereitung und Farbe kommen aus derselben Linie. Entfetter, Grundierung, Füllstoff, Farbe und Top Coat sind aufeinander abgestimmt — Saugfähigkeit, Trockenzeit und Vernetzungsgrad passen zusammen. Für dich heißt das: Du suchst nicht nach Kombinationen, die sich vertragen, sondern folgst einer Reihenfolge.

    Praxistipp von Detailing1: Reinigen ist nicht entfetten, und genau daran scheitern die meisten Selbstreparaturen. Ein Tensidreiniger holt Schmutz aus der Narbung, er löst aber weder Hautfett noch die Silikone aus billigen Cockpit-Sprays. Beides bleibt als hauchdünner, wasserabweisender Film liegen — und wasserbasierte Füllstoffe und Farben perlen darauf ab, statt zu haften. Bei uns landen regelmäßig Anfragen zu Lenkrädern, deren frische Tönung sich nach zwei, drei Wochen wieder abreibt; fast immer war der Entfett-Schritt zu kurz. Der Test dauert Sekunden: Nach dem Entfetten muss die Fläche stumpf aussehen und unter dem Finger minimal kleben. Glänzt sie noch, greif ein zweites Mal zum COLOURLOCK "Degreaser" und arbeite ihn am Lenkradkranz und an der Einstiegswange eher fünf Minuten zu lang als eine Minute zu kurz.


    Bei COLOURLOCK ist Reparatur der Ursprung, Pflege die Ableitung

    COLOURLOCK ist keine Pflegemarke, die nebenbei repariert. Die Linie ist umgekehrt entstanden: Das Lederzentrum belieferte ab 1995 Sattler und Aufbereiter, deren Alltag aus rissigen Seitenwangen, durchgescheuerten Lenkradkränzen und ausgehärteten Oldtimer-Sitzen besteht. Die Pflegeprodukte kamen später dazu — als Prävention gegen genau die Schäden, die vorher auf dem Tisch lagen.

    Das prägt die Rezepturen bis heute. Ein Reparaturprodukt wird nicht danach beurteilt, wie gut es am ersten Tag aussieht, sondern ob es nach tausend Ein- und Ausstiegen noch hält. Deshalb steht bei jedem Produkt dieser Linie dieselbe Frage im Vordergrund: Bleibt es elastisch, und haftet es dauerhaft auf einem Material, das sich bei jeder Bewegung dehnt und wieder zusammenzieht.

    Seit Oktober 2023 gehört der Lederspezialist zu Koch-Chemie, die Entwicklung und Produktion sind im Lauf von 2024 in Unna zusammengelaufen. Sichtbar ist das vor allem an den Gebinden im gewohnten Koch-Chemie-Design; im Shop findest du die Produkte deshalb unter dem Vendor Koch-Chemie × COLOURLOCK. An der Systemlogik dahinter hat sich nichts geändert.

    Für dich als Anwender ist das der eigentliche Unterschied zu einem Reparaturset aus dem Regal. Du kaufst keine Universalpaste, die alles gleichzeitig können soll, sondern einzelne Schritte, die Profis in genau dieser Reihenfolge abarbeiten. Das ist mehr Aufwand beim Lesen und weniger Aufwand beim Nacharbeiten.

    Vorbehandeln, kleben, füllen. Drei Gruppen in fester Reihenfolge

    Die Reparaturlinie zerfällt in drei Gruppen, und ihre Reihenfolge ist keine Empfehlung, sondern Physik. Am Anfang steht die Vorbehandlung: COLOURLOCK "Licker Oil" fettet ausgetrocknete Fasern zurück, damit sie beim Bearbeiten nicht weiter einreißen, und COLOURLOCK "Scratch Away" nimmt leichte Kratzer und helle Abriebstellen rein mechanisch weg, solange die Farbschicht noch intakt ist.

    Für hartes, sprödes Altleder greift der Weichmacher COLOURLOCK "Old Leather Softener" tiefer als der Rückfetter. Er arbeitet langsam: Bei stark ausgetrockneten Oldtimer-Sitzen zieht er über Stunden ein, und oft braucht es mehrere Durchgänge im Abstand von rund 24 Stunden, bis sich das Leder wieder biegen lässt, ohne zu knacken. Erst dann trägt es überhaupt eine Reparatur.

    Klaffende Risse kommen als Nächstes dran. Die Lederkleber sind wasserbasierte Polymerdispersionen: Sie trocknen transparent auf, bleiben dauerhaft flexibel und riechen nicht. COLOURLOCK "Leather Glue" (Solvent Free) ist der Kleber für Flächen und Hinterklebungen, COLOURLOCK "Rep Glue" der dünnflüssigere für punktgenaue Fixierungen und kleine Flicken.

    Erst wenn die Fläche wieder trägt, kommen die Füllstoffe und Spachtel ins Spiel. Sie schließen, was nach dem Kleben noch als Vertiefung stehen bleibt, und liefern die plane, schleifbare Oberfläche, auf der Farbe später gleichmäßig deckt.

    Zwei Produkte gehören funktional dazu, stehen im Shop aber in Nachbarkategorien. Der COLOURLOCK "Degreaser" aus der Kategorie Entfetter ist Schritt null vor allem anderen. Und COLOURLOCK "Binder" (Neutral) findest du bei den Lederfarben, weil er pigmentfrei ist und den Übergang zum Farbaufbau bildet.

    Der Füllstoff ersetzt die Hinterklebung nicht

    Der häufigste Denkfehler bei Rissen ist, sie von oben zuzuspachteln. Ein Riss auf der Sitzfläche oder der Einstiegswange steht unter Zug — Stoß an Stoß verklebt oder nur gefüllt reißt er beim nächsten Einsteigen an derselben Stelle wieder auf. Solche Risse müssen von hinten getragen werden: ein zugeschnittenes Verstärkungsgewebe durch den Riss unter das Leder schieben, glatt streichen, dann den Kleber sehr dünn mit einem feinen Pinsel zwischen Gewebe und Lederrückseite geben.

    Sehr dünn ist dabei wörtlich gemeint. Wir sehen immer wieder Reparaturen, bei denen der Kleber großzügig aufgetragen wurde und anschließend durch die Poren an die Oberfläche gewandert ist — besonders bei dünnem Nappa- und Bekleidungsleder. Dort härtet er als dunkler Fleck aus, der sich nicht mehr entfernen lässt. Weniger Kleber und ein zweiter Durchgang sind hier immer der schnellere Weg.

    Bei den Füllstoffen entscheidet die Grundfarbe des Leders. COLOURLOCK "Filler" (Black) verhindert, dass helle Reparaturstellen aus dunklem Leder herausleuchten; COLOURLOCK "Filler" (White) tut dasselbe umgekehrt und lässt keinen dunklen Untergrund durchscheinen. Beide trocknen an der Luft, lassen sich nach dem Aushärten fein schleifen und bleiben elastisch genug für die Bewegung im Sitz. Beide müssen anschließend gefärbt werden, denn Füllkraft und Farbe sind zwei getrennte Aufgaben.

    Für alles, was über eine Vertiefung hinausgeht, gibt es die Spachtelmasse: COLOURLOCK "Leather & Plastic Paste" härtet unter Heißluft aus, schrumpft dabei kaum und bleibt formstabil. Sie baut Kanten, Löcher und fehlendes Material wieder auf, auch auf Kunststoffteilen wie Türverkleidungen und Mittelkonsole. Als Feinspachtel für einen Haarriss ist sie überdimensioniert.

    Und dann ist da noch der Fall, in dem gar nichts gefüllt werden muss: COLOURLOCK "Binder" (Neutral) enthält keine groben Füllstoffpartikel, sondern tränkt großflächig brüchig gewordenes Leder und festigt die lose Pigmentschicht, bevor Farbe darüberkommt. Binder tränkt, Filler füllt, Paste baut auf. Wer diese drei verwechselt, arbeitet zweimal.

    Dünne Schichten halten länger als eine dicke

    Der Ablauf ist immer derselbe, und er verzeiht keine Abkürzung. Reinigen, entfetten, die Fläche mit einem feinen Schleifpad mattieren, grundieren, kleben oder füllen, zwischenschleifen, Struktur angleichen, färben, versiegeln. Das Mattieren wirkt nebensächlich, leistet aber drei Dinge auf einmal: Es kappt aufstehende Fasern an den Risskanten, öffnet die Poren und vergrößert die Fläche, an der sich Grundierung und Füllstoff festhalten können.

    Beim Füllen selbst entscheidet der Volumenschwund über das Ergebnis. Trag so wenig auf, dass die Schicht wirklich durchtrocknen kann, und wiederhole lieber einen Durchgang mehr. Zwischen den Lagen hilft warme Luft auf moderater Stufe, danach kurz abkühlen lassen. Aus unserer Praxis: Rechne beim ersten Mal für eine Seitenwange eher mit einem ganzen Nachmittag als mit einer Stunde — nicht wegen der Arbeit, sondern wegen der Wartezeiten.

    Nach dem Trocknen sieht eine gefüllte Stelle glatt aus, und genau das ist das Problem: Sie reflektiert anders als die Narbung ringsherum und wirkt wie ein Plastikflicken. Deshalb wird die getrocknete Masse angelöst, geglättet und wieder strukturiert, bevor Farbe darauf kommt. Wer diesen Schritt überspringt, sieht die Reparatur später bei jedem Streiflicht.

    Der letzte häufige Fehler ist der bequemste: Farbe direkt auf einen fühlbaren Riss zu tupfen. Lederfarbe hat keine Füllkraft. Sie legt sich als dünner Film über die Kante, betont sie sogar und platzt an der Bruchstelle als Erstes wieder ab. Was du mit dem Fingernagel spürst, gehört gefüllt — was du nur siehst, gehört gefärbt. Wie es danach weitergeht, steht bei Färben & Finish.

    Nicht jeder Lederschaden gehört in deine Hand

    Zwei Zonen sind für die Selbstreparatur gesperrt, und bei einer davon geht es um mehr als Optik. In den Außenwangen vieler Autositze sitzen die Sollbruchnähte der Seitenairbags. Werden sie verklebt, vernäht oder mit Füllstoff blockiert, verändert sich das Auslöseverhalten im Ernstfall. Arbeiten an diesen Nähten gehören ausschließlich in zertifizierte Fachbetriebe — unabhängig davon, wie sauber du den Rest beherrschst.

    Die zweite Sperrzone ist perforiertes Leder in klimatisierten Sitzen. Flüssigkeit und Spachtelmasse laufen in die Lochmatrix, lassen die ungeschützten Kanten im Lochinneren aufquellen und ziehen in den Schaum darunter. Wir haben das bei einer Probefläche auf einem perforierten Sitzkissen bewusst ausprobiert: Die Löcher setzten sich zu, und die verstopften Poren waren am Ende auffälliger als der Kratzer, um den es ursprünglich ging. Offenporiges Anilinleder ist der dritte Fall — es saugt Farbe und Fett wie ein Schwamm auf und verlangt Airbrush-Technik statt Pinsel.

    Auch strukturell gibt es eine Grenze. Ist an der Einstiegswange nicht nur das Leder gerissen, sondern auch das Trägergewebe durch und der Schaum darunter gebrochen, hält dort keine Spachtelmasse den punktuellen Druck beim Darüberrutschen aus. Dieses Segment tauscht ein Sattler. Eine ehrliche Erwartung gehört ebenfalls dazu: Dick gefüllte Stellen fühlen sich dauerhaft etwas gleichmäßiger und gummiger an als gewachsenes Leder, und nachgefärbte Zonen an einem täglich gefahrenen Auto wollen nach etwa ein bis zwei Jahren aufgefrischt werden.

    Wo die Farbschicht dagegen noch trägt und nur die Oberfläche gelitten hat, ist der Aufwand deutlich kleiner. Für helle Reibspuren am Lenkradkranz und leichte Kratzer reicht oft COLOURLOCK "Scratch Away" allein, ganz ohne Füllstoff und Farbe. Und wer zum ersten Mal repariert, fährt mit einem abgestimmten Paket aus den Reparatur-Sets ruhiger als mit einzeln zusammengesuchten Komponenten.

    Dein Schaden bestimmt, wo du einsteigst

    Fahr mit dem Fingernagel über die Stelle. Spürst du nichts und siehst nur eine hellere, matte Reibfläche, ist die Farbschicht intakt und COLOURLOCK "Scratch Away" der ganze Aufwand. Spürst du eine Kante, aber das Leder ist noch geschlossen, beginnt die Arbeit beim Entfetten und endet beim Füllstoff. Klafft der Riss auf, kommt vorher der Kleber mit Hinterklebung dazu.

    Knackt das Leder beim Biegen oder wirkt es pergamentartig, drehst du die Reihenfolge um und fängst weiter vorn an: erst mit COLOURLOCK "Licker Oil" zurückfetten, bei sehr altem Leder mit COLOURLOCK "Old Leather Softener" über mehrere Tage weich arbeiten. Ein sprödes Leder, das du direkt spachtelst, reißt einfach neben der Reparaturstelle wieder ein. Diese Rückfrage erreicht uns häufiger als jede andere zur Reparaturlinie.

    Fehlt Material — ausgebrochene Kanten, Löcher, blank liegender Schaum —, führt der Weg über COLOURLOCK "Leather & Plastic Paste" statt über einen Filler. Und wenn die Fläche großflächig brüchig ist, ohne dass ein einzelner Riss dominiert, stabilisierst du sie zuerst mit COLOURLOCK "Binder" (Neutral). Alle übrigen Produkte der Marke findest du eine Ebene höher: Alles von COLOURLOCK.

    Der Schritt, den fast alle falsch herum machen, kommt ganz am Schluss. Nach dem Färben liegt eine frische, noch weiche Pigmentschicht auf dem Leder, und die Intuition sagt: erst pflegen, dann versiegeln. Genau umgekehrt ist es richtig. Zuerst die Versiegelung als Reibschutz, mindestens 24 Stunden aushärten lassen, danach die Pflege. Wer zuerst zur Pflegemilch greift, arbeitet Fett unter eine ungeschützte Farbschicht. In wenigen Wochen ist dann wieder abgerieben, wofür er einen ganzen Nachmittag gebraucht hat.

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